Eine Kurzübersicht über die Marke Riley

Die Riley Geschichte beginnt ca.1899. Zunächst wurden Fahrräder und Motorräder produziert. William Riley hatte 4 Söhne. Victor, Allen, Stanley und Percy. Die ersten Automobile wurden von Percy Riley um 1898 entworfen. Die Brüder Victor, Allan und Stanley testeten und berichteten und Percy verbesserte. Zusammen mit den ersten Karosserie Entwürfen von Stanley Riley und dem Motor Design von Victor Riley entstanden die ersten (10) und 9 hp (horse power / als Berechnungsbasis für die Besteuerung, die tatsächliche Leistung ist höher) Modelle um 1925. Sie waren die Basis für alle weiteren Modelle.

 

William Riley Victor Riley Stanley Riley Percy Riley

 


Der Motor hatte bereits alle wichtigen technischen Details, die z.T. auch heute noch Anwendungen finden. Dazu zählen die hemi- (halbkugelförmigen später mit Omega Form) Brennräume und Kolben, die getrennte Ein- und Auslassseite - gesteuert über eine Ketten- oder später auch über eine Zahnradsteuerung, lange Pleuel, mehrfach (bis zu 5-fach) gelagerte Kurbelwellen, Anwärmung der Einlassseite über eine Heizbirne (Hot Spot), etc.

Es entstanden die 9 / 12 / 16 und auch die 15 und 18 hp Versionen. Entsprechend waren die Motorgrößen 1100, 1493, 2443, 1726 und 2178 ccm. Der 15 hp war die 6-Zylinder Version des 12 hp und die 18 hp Version wurde als V8 hergestellt. Entsprechend entstanden die Modellbezeichnungen 9(4), 12/4, 15/6, 16/4 usw.

Es wurden verschiedene Karosserien angeboten, beim 9 z.B. den Monaco und Lynx und beim 12/4 z.B. den Touring, Adelphi, Kestrel aber auch Continental und Sprite. Eine Übersicht ist unter den "Pics" zu finden. Diese Sammlung soll kontinuierlich ausgebaut werden. Zwischen 1899 und 1939 wurden ca. 55.000 Autos hergestellt. Durch die Modellvielfalt entstanden aber nur geringe Gewinne so das die Firma 1938 an den Morris Besitzer Lord Nuffield verkauft wurde. Nuffiled war bereits ein guter Freund von William Riley. So blieb Victor Geschäftsführer und die Marke wurde bis 1966 weitergeführt. Es entstanden viele andere Modelle wie z.B. die legendären RM´s oder Mini - Kestrels. Riley ist auch für seine Snooker- (Billard) Tische und andere Dinge bekannt.

Zu den Sportvarianten zählen die sog. "Redwinger" die ab 1919 für den Einzug in den Rennsport sorgten. Daraus resultieren dann die Modelle wie Brookland Nine, die March Specials (Karroserie dann von March), der (Ulster) IMP und der MPH, der Lynx und der Sprite. Letzterer wurde dann als TT-Sprite Version um 1935 bekannt im Rennsport. Es gibt über den Redwinger ein Buch (Links).

Erwähnenswert ist die Verbindung zu BMW (Frazer Nash), welche dann 1936 eigentlich vorsah einen BMW 326 mit 1971 ccm unter Linzenz zu produzieren. Der Krieg kam dazwischen.

Weiterhin erwähnenswert ist die ERA-Connection welche Riley 1,5 ltr. Rennmotoren lieferte. Hierzu mehr in der Renngeschichte.